Kategorie: Blog

  • 8. Mai: Gedenkveranstaltung zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Waldbronn

    Rund 50 Menschen gedenken bei Mahnwache auf dem Waldbronner Marktplatz der Opfer des Zweiten Weltkriegs

    Waldbronn, 11. Mai 2026. Mit einer stillen Mahnwache auf dem Marktplatz Waldbronn hat die Initiative „Demokratie – was sonst.“ am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert. Rund 50 Menschen aus Waldbronn, Karlsbad und der Umgebung kamen am Abend zusammen, um gemeinsam innezuhalten und ein Zeichen für Demokratie und Menschlichkeit zu setzen.

    Viele Teilnehmende brachten eigene Kerzen mit. Nach und nach entstand vor dem Rathaus ein stiller Kerzenteppich. Warum der 8. Mai auch 81 Jahre nach Kriegsende eine große Bedeutung hat, machte Peter Kappes den Bürger*innen, die gekommen waren, deutlich: Er erinnerte an die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ bezeichnet hatte. Und er griff zugleich die Mahnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf, aktiv gegen Hass, Rassismus und Demokratieverachtung einzutreten.

    Auch Waldbronns Bürgermeisterstellvertreter Michael Kiefer richtete Worte an die Teilnehmenden. Er betonte, dass Demokratie nichts Selbstverständliches sei und jeden Tag verteidigt werden müsse. Gerade angesichts gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender extremistischer Tendenzen sei es wichtig, Haltung zu zeigen und sich öffentlich zu demokratischen Werten zu bekennen.

    Für uns als Initiative war der Abend bewegend. Wir haben nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen kommen würden. Besonders berührt hat uns die Vielfalt der Teilnehmenden: ältere Menschen, die persönliche Erinnerungen oder familiäre Geschichten mitbrachten, ebenso wie jüngere Menschen, die bewusst ein Zeichen gegen das Vergessen setzen wollten.

    Die Mahnwache hat uns gezeigt, dass es auch auf kommunaler Ebene Orte und Momente braucht, an denen gemeinsames Erinnern möglich ist. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, um sich zu vergegenwärtigen, wohin Menschenfeindlichkeit und autoritäres Denken führen können – und warum Demokratie Schutz, Aufmerksamkeit und Engagement braucht.

    Wir danken allen Bürger*innen, die an diesem Abend dabei waren, Kerzen entzündet, zugehört und gemeinsam mit uns ein Zeichen gesetzt haben.

    Nie wieder ist jetzt.

  • Rückblick auf unseren Infostand in Langensteinbach

    Rückblick auf unseren Infostand in Langensteinbach

    Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen konnten wir am Freitag vor der Wahl auf dem Wochenmarkt in Langensteinbach ein starkes Zeichen für unsere Demokratie setzen. Kurz vor der Landtagswahl am 8. März war die Resonanz fantastisch: Wir haben viele engagierte Bürgerinnen und Bürger getroffen und spannende Gespräche geführt, die zum überwiegenden Teil von großem gegenseitigem Respekt geprägt waren.

    Dieser direkte Austausch vor Ort hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Gespräch auf Augenhöhe ist. Neben unseren Flyern stießen besonders die Grundgesetz-Ausgaben auf großes Interesse – ein schönes Symbol für das Fundament, auf dem unser friedliches Zusammenleben steht.

    Es war inspirierend zu erleben, wie viele Menschen in Karlsbad bereit sind, Verantwortung für unser Gemeinwesen zu übernehmen. Nun, da die Wahllokale geschlossen sind und die Stimmen ausgezählt wurden, möchten wir uns herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht haben.

    Ein herzliches Dankeschön gilt auch allen, die uns am Infostand besucht und mit ihren Fragen und Anregungen bereichert haben. Gemeinsam halten wir die Demokratie in Baden-Württemberg lebendig!

  • Rückblick auf unseren Infostand in Waldbronn 

    Rückblick auf unseren Infostand in Waldbronn 

    Demokratie lebt vom Dialog

    Zwei Tage vor der Landtagswahl auf dem Rathausmarkt in Waldbronn: Zwischen Marktständen und Partei-Infoständen stehen wir zu viert – alle im Seniorenalter und noch etwas unerfahren in dieser neuen Aufgabe. Die Nervosität ist spürbar, doch die Anwesenheit des ehemaligen Bürgermeisters, Herrn Masino, wirkt beruhigend auf uns. Neugierig und gespannt starten wir in den Tag.

    Der Kontakt zu den Passanten fällt uns leichter als erwartet. Während wir eiligen Besuchern im Vorbeigehen kurz erklären, wer wir sind, und ihnen einen Flyer zustecken, ergeben sich mit anderen tiefergehende Gespräche. Wir tauschen uns mit Bürgern, Marktbeschickern und Vertretern der Parteien aus. Natürlich gibt es auch Ablehnung, doch diese wird sachlich kommuniziert – unfreundlich wird niemand.

    Die Resonanz ist groß: Noch vor Ende der Veranstaltung sind alle Flyer unserer Initiative vergriffen, ebenso wie der Großteil der mitgebrachten Grundgesetz-Exemplare.

    Oft müssen wir klarstellen, dass wir keine Partei sind (bei der Fülle auf dem Wahlzettel durchaus verständlich). Viele Passanten versichern uns im Vorbeigehen, ohnehin demokratisch zu wählen. Besonders gefreut hat uns, wie viele Menschen bereits ein Grundgesetz besitzen und genau wissen, wo es im heimischen Bücherregal steht. Der Tenor des Tages: „Ihr solltet öfter hier auf dem Markt stehen!“

    Die intensiven Gespräche des Tages waren informativ, stimmten nachdenklich oder waren gar humorvoll. Es wurden persönliche Erlebnisse geteilt, auch wenn mancher Dialog – symbolisch gesprochen – an einer Mauer endete.

    Fazit: Für uns war dieser Tag eine rundum gelungene Erfahrung. Wir machen weiter!

  • Austausch über Wahlergebnisse: Demokratie-Stammtisch am 12. März

    Austausch über Wahlergebnisse: Demokratie-Stammtisch am 12. März

    Initiative „Demokratie – was sonst.“ lädt Bürger*innen aus Waldbronn und Karlsbad zum gemeinsamen Austausch ein. 

    Waldbronn, 02. März 2026. Die überparteiliche Initiative „Demokratie – was sonst.“ lädt zu ihrem dritten Demokratie-Stammtisch für die Gemeinden Waldbronn/Karlsbad ein. Der Stammtisch findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 18:30 Uhr im Gasthaus Schlössle / Auerbach statt. Im Fokus steht natürlich der Austausch über die Ergebnisse der Landtagswahl. Eingeladen sind alle Bürger*innen aus Waldbronn und Karlsbad, die sich für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politisches Engagement interessieren.

    Der Stammtisch soll ein offenes Forum für Austausch und Begegnung über demokratische Themen bieten. Neben dem offenen Austausch stellt die Initiative beim Stammtisch auch die nächsten Planungsschritte der Initiative vor. 

    Auch Menschen, die bislang noch nicht in der Initiative aktiv sind, sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung zur besseren Planung wird erbeten (demokratie.was.sonst.@gmail.com). 

  • 100 interessierte Menschen beim ersten Fachvortrag

    100 interessierte Menschen beim ersten Fachvortrag

    Sollte die AfD verboten werden? Über diese Fragen diskutierten die Anwesenden mit Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am KIT. 

    Mit riesigem Andrang am Eingang  ist der erste Fachvortrag unserer überparteilichen Initiative „Demokratie – was sonst.“ am Donnerstag im Eventhaus Waldbronn gestartet. Bereits vor Beginn waren alle 100 Plätze belegt. Leider mussten wir weitere Interessierte nach Hause schicken. Das nächste Mal reservieren wir einen größeren Raum!

    Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie wehrhaft die Demokratie in Deutschland ist – und ob ein Prüf- oder Verbotsverfahren gegen die AfD ein geeignetes Mittel zu ihrem Schutz darstellen kann. Eingeladen hatten wir als Referenten den Karlsruher Zeithistoriker Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

    Kunze ordnete das Thema historisch und verfassungsrechtlich ein. Im Zentrum standen dabei die rechtlichen Voraussetzungen für ein Prüf- und ggf. Verbotsverfahren sowie die Frage, ob diese erfüllt sein könnten. Anhand von AfD-Parteiprogrammen und Gerichtsentscheidungen erläuterte Kunze, welche Bedeutung der Einstufung der AfD als „Verdachtsfall einer rechtsextremistischen Bestrebung“ zukommt und inwiefern das als Ansatzpunkt für ein Parteiverbotsverfahren dienen kann. Eine große Rolle spiele dabei, so Kunze, die Vorstellung der AfD vom „Volksbegriff“ – unter den nach Parteivorstellung eben nicht alle Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, sondern nur Menschen mit deutscher Abstammung fielen. Gerade diese völkische Grundannahme könne zentral für ein Parteiverbotsverfahren sein.

    An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum an. Auch Mitglieder der AfD waren anwesend – wir haben uns gefreut, als Veranstalter zeigen zu können, dass wir dennoch eine sachliche Diskussion gewährleisten konnten.  Denn darum ging es uns: Eine offene Fragestellung transparent zu diskutieren. Wir freuen uns über das riesige Interesse! 

    Wer mehr über uns erfahren möchte, kann gerne auf Instagram vorbeischauen – und sich zu unserem Newsletter anmelden: Einfach eine Mail schreiben an demokratie.was.sonst@gmail.com. Der nächste Stammtisch findet am 29.01.2026 um 18:30 Uhr im Gasthaus Rössle (Ittersbach). Anmeldung über genannte Mailadresse ist notwendig. 

  • Großes Interesse an Auftaktveranstaltung Initiative „Demokratie – was sonst.“

    Großes Interesse an Auftaktveranstaltung Initiative „Demokratie – was sonst.“

    50 Personen bei Auftaktevent der Initiative. Waldbronner Bürgermeister nimmt ebenfalls an Veranstaltung teil.

    Ettlingen, 06. Oktober 2025. Mit einer erfolgreichen Auftaktveranstaltung ist die neue Demokratie-Initiative „Demokratie – was sonst.“ am 3. Oktober 2025 im Kulturtreff Waldbronn gestartet. Rund 50 engagierte Bürger*innen aus Waldbronn und Karlsbad kamen zusammen, um über ihre Sorgen, Wünsche und Ideen rund um die Zukunft der Demokratie vor Ort ins Gespräch zu kommen. 

    An vier interaktiven Stationen  konnten die Anwesenden sich beteiligen. Auch Christian Stalf, Bürgermeister der Gemeinde Waldbronn, nahm aktiv an der Veranstaltung teil und lobte die Initiative aus der Bürgerschaft. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und Ideen für eine aktivere gelebte Demokratie in den Gemeinden zu formulieren.

    Die Initiative „Demokratie – was sonst.“ hatte sich im Sommer aus politisch interessierten Personen heraus gegründet, die vor Ort etwas für die Demokratie bewirken wollen. Die überparteiliche Initiative richtet sich dabei ausdrücklich an alle Menschen, Vereine und Institutionen, die demokratische Werte in den Gemeinden Waldbronn und Karlsbad stärken möchten. Ziel ist es, Räume für Austausch und Beteiligung zu schaffen und gemeinsam Wege zu finden, wie Demokratie in der Region lebendig gestaltet werden kann.

    In den kommenden Wochen wird das Organisationsteam nun die gesammelten Beiträge auswerten und bündeln, um daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten. Eine Folgeveranstaltung ist noch für dieses Jahr geplant. Wer Interesse hat, sich an der Initiative als Bürger*in zu beteiligen, kann sich gerne melden: demokratie.was.sonst@gmail.com. Weitere Infos gibt es auch auf den Sozialen Netzwerken: (Facebook: Demokratie – Was sonst.; Instagram: demokratie.was_sonst)